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Runder Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen - Einladung

Nächstes Treffen
am: 28.10.2009 – von 14.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Tagesordnung:
Top 1 Begrüßung und Vorstellungsrunde
Top 2 Vorstellung der Ergebnisse
Top 3 Schwerpunkt: Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen
Top 4 Festlegung der Aufgaben und Planung des nächsten Treffens
Top 5 Verschiedenes

Anmeldung an aktion@friedensband.de

FrauTV sendet Beitrag

Am 19.8.09 drehte FrauTV in unseren Räumen einen Beitrag zu einem aktuellen Fall - wird bald genauer dokumentiert - und zur Arbeit des Runden Tisches NRW gegen Beschneidung von Mädchen. Gesendet wird der Beitrag in der Sendung am 27.8.09

Dokumentation zur Veranstaltung 6.2.09

Der „Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen“ feierte am 6. Februar 2009 sein zweijähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lud er zu einer öffentlichen Veranstaltung in den Landtag Nordrhein-Westfalen ein. Der 6. Februar ist der internationale Tag gegen weibliche Genitalbeschneidung. Der Landtag war der richtige Ort, um für dieses schwierige Thema Öffentlichkeit zu schaffen. Mit einer Dokumentation bedanken wir uns bei allen Mitwirkenden.  dokumentation-landtag.pdf

Was bedeutet Mädchenbeschneidung

Dr. Christoph Zerm, F.I.D.E., gab Journalisten bei der Pressekonferenz zum 6.2.2009 im Landtag auf diese Frage folgende knappe Antwort: 

„Entwicklungsbiologisch entspricht die Klitoris der Frau dem Penis beim Mann. Eine vollständige oder auch Teil-Entfernung (Typ I nach WHO) würde beim Mann der teilweisen oder vollständigen Penisamputation entsprechen. Gehen wir einen Schritt weiter zu Typ II nach WHO, so würde die zusätzliche Ganz- oder Teil-Entfernung der kleinen Schamlippen der Frau die zusätzliche Entfernung des entwicklungs-biologisch entsprechenden Hodensackes (nicht der Hoden selber) beim Mann bedeuten.“

Begriffsklärung: Mädchenbeschneidung oder Genitalverstümmelung

Auf Wunsch der afrikanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat sich der „Runde Tisch NRW“ für den Sprachgebrauch weibliche Genitalbeschneidung oder die englische Bezeichnung Female Genital Cutting (FGC) entschieden. Die Begriffe Genitalverstümmelung oder Female Genital Mutilation (FGM) sollen möglichst nicht verwendet werden. Der „Runde Tisch NRW“ hat dazu am 15. August 2007 einstimmig den folgenden Beschluss gefasst:

„Es wurde noch einmal deutlich gemacht, dass das Wort ‚Verstümmelung’ den Respekt und die Würde der Betroffenen verletzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschlossen einstimmig, das Wort ‚Verstümmelung’ als Runder Tisch NRW nicht mehr zu benutzen. Unberührt davon bleibt der Sprachgebrauch der einzelnen Institutionen in ihrer jeweiligen Arbeit.“ (Protokoll vom 15.8.2007)

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Eine solche Sprachregelung, die die Gefühle und Wünsche der afrikanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer respektiert und berücksichtigt, ist für die Arbeit des „Runden Tisches NRW“ unerlässlich. Denn er möchte gerade die Zielgruppe der Betroffenen erreichen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den so genannten Communities für die Teilnahme und die Präventionsarbeit gewinnen.