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Archiv der Kategorie Dokumente
Medizinische Fachinformation von Dr. med. Zerm
von admin.
2004 hat Dr. med. Christoph Zerm, Gynäkologe aus Herdecke, für FRIEDENSBAND diese medizinische Fachinformation erstellt. Auf vier Seiten finden Sie die wichtigsten Informationen.fachinformation_001.pdf
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Was bedeutet Mädchenbeschneidung
von team.
Dr. Christoph Zerm, F.I.D.E., gab Journalisten bei der Pressekonferenz zum 6.2.2009 im Landtag auf diese Frage folgende knappe Antwort:
„Entwicklungsbiologisch entspricht die Klitoris der Frau dem Penis beim Mann. Eine vollständige oder auch Teil-Entfernung (Typ I nach WHO) würde beim Mann der teilweisen oder vollständigen Penisamputation entsprechen. Gehen wir einen Schritt weiter zu Typ II nach WHO, so würde die zusätzliche Ganz- oder Teil-Entfernung der kleinen Schamlippen der Frau die zusätzliche Entfernung des entwicklungs-biologisch entsprechenden Hodensackes (nicht der Hoden selber) beim Mann bedeuten.“
Begriffsklärung: Mädchenbeschneidung oder Genitalverstümmelung
von team.
Auf Wunsch der afrikanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat sich der „Runde Tisch NRW“ für den Sprachgebrauch weibliche Genitalbeschneidung oder die englische Bezeichnung Female Genital Cutting (FGC) entschieden. Die Begriffe Genitalverstümmelung oder Female Genital Mutilation (FGM) sollen möglichst nicht verwendet werden. Der „Runde Tisch NRW“ hat dazu am 15. August 2007 einstimmig den folgenden Beschluss gefasst:
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„Es wurde noch einmal deutlich gemacht, dass das Wort ‚Verstümmelung’ den Respekt und die Würde der Betroffenen verletzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschlossen einstimmig, das Wort ‚Verstümmelung’ als Runder Tisch NRW nicht mehr zu benutzen. Unberührt davon bleibt der Sprachgebrauch der einzelnen Institutionen in ihrer jeweiligen Arbeit.“ (Protokoll vom 15.8.2007)
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Eine solche Sprachregelung, die die Gefühle und Wünsche der afrikanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer respektiert und berücksichtigt, ist für die Arbeit des „Runden Tisches NRW“ unerlässlich. Denn er möchte gerade die Zielgruppe der Betroffenen erreichen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den so genannten Communities für die Teilnahme und die Präventionsarbeit gewinnen.