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Rundbrief 02-2010: Telefonberatung KUTAIRI

Am 7. Januar ist es endlich soweit: Die Telefonberatung “KUTAIRI - Gegen weibliche Genitalbeschneidung”" kann starten. Unser Antrag an das Gesundheitsministerium wurde genehmigt und wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung. Gemeinsam mit Jawahir Cumar von stop mutilation wird KUTAIRI in sechs Sprachen (arabisch, somali, kiswahili, englisch, französisch, deutsch) Beratung anbieten. Damit soll den betroffenen Frauen die Möglichkeit einer anonymen Beratung gegeben werden. Aber auch Angehörige und Menschen aus der Umgebung können sich beraten lassen. Es werden oft medizinische, aber auch rechtliche und soziale Fragen sein. Mehr in Kürze auf der Webseite: www.kutairi.de

rundbrief_2010-03.pdf

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Workshop Mädchenbeschneidung

13.12.2010 - Workshop gemeinsam mit Jawahir Cumar im Städtischen Gymnasium Meerbusch. Die SchülerInnen waren sehr interessiert, am Thema weiter zu arbeiten. Sie hatten den Film WÜSTENBLUME gesehen und werden sich nun an die Plakataktion machen. Wir freuen uns auf die Resultate.

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Rundbrief 02-2010

In Nordrhein-Westfalen hat sich einiges getan und wir möchten Sie auf den aktuellen Stand bringen. Durch den Regierungswechsel im Juli tagt der „Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen“ nun im neuen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter. Es ist eine gute Entscheidung, dass der „Runde Tisch NRW“ in dem Ministerium stattfindet, das für die Bereiche Gesundheit und Frauen zuständig ist. Ministerin Barbara Steffens ließ es sich nicht nehmen, persönlich am Treffen im September teilzunehmen. Dabei betonte sie ihre Unterstützung für den „Runden Tisch NRW“. Auf kommunaler Ebene hat sich der „Runde Tisch Düsseldorf“ etabliert. Er ist Pilotprojekt und Modell für andere Kommunen. Wir freuen uns sehr, dass sich in Hagen/Ennepe-Ruhr-Kreis ein weiterer kommunaler „Runder Tisch gegen Beschneidung von Mädchen“ gegründet hat und sind gespannt auf die Entwicklung dort.

rundbrief_2010-02.pdf

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Runder Tisch für Hagen und Ennepe-Ruhr-Kreis

In Hagen hatte sich im Juli der Runde Tisch gegen Beschneidung von Mädchen für Hagen und den Ennepe-Ruhr-Kreis gebildet. Seine erste Sitzung am 16.11.2010 wird im Polizeipräsidium Hagen von 16.00 Uhr – 18.00 Uhr stattfinden.
Frau Schlücker Dr. Christoph Zerm werden Basisinformationen zu FGM geben. Günter Haverkamp wird Aktion Weißes Friedensband und das Konzept der Runden Tische NRW vorstellen. Informationen zur Situation in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis werden zusammengetragen.

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Schulaktion: Schaufenster gestalten

Der 6. Februar ist der internationale Tag gegen Mädchenbeschneidung. Immer noch wissen zu wenige Menschen, dass alle 11 Sekunden auf der Welt ein Mädchen an seinen Genitalien verstümmelt wird. Jugendliche können dazu beitragen, etwas daran zu ändern! Gemeinsam mit TERRE DES FEMMES bietet Aktion Weißes Friedensband dazu eine Aktion an:.

Aktion 1: Schaufenster gestalten:

Gemeinsam mit TERRE DES FEMMES starten wir eine Schulaktion: Jugendliche gestalten in ihrer Stadt die Schaufenster von Buchhandlungen zum 6.2.2011 – dem Internationalen Tag gegen Mädchenbeschneidung. Mit dieser Aktion, die von TERRE DES FEMMES-Aktionsgruppen schon seit mehreren Jahren durchgeführt wird, können die Jugendlichen auf diese Menschenrechtsverletzung aufmerksam machen. Sie sehen den Erfolg ihrer Arbeit und können damit auch das Gelernte und Gehörte verarbeiten. Schicken Sie Fotos von Ihrem Schaufenster an aktion@friedensband.de. Oder haben Sie das Foyer Ihrer Schule gestaltet, so dass alle SchülerInnen informiert weren?

TERRE DES HOMMES hat zur Aktion eine Webseite gestaltet: http://www.frauenrechte.de/null-toleranz

Aktion 2 - Plakataktion gegen Beschneidung von Mädchen

Zusätzlich bietet FRIEDENSBAND die Plakataktion an: Das Malen und Gestalten von Plakaten gibt den Jugendlichen ganz intensiv die Möglichkeit, sich das Thema künstlerisch oder politisch erarbeiten und sich gegen diesen grausamen Brauch einzusetzen. Fotos von den Plakaten und dem Prozess werden von uns im Internet gezeigt. Die besten sollen gedruckt werden und uns bei der Aufklärungsarbeit helfen.

Weitere Informationen: Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V., Tel. 02311-9945137, haverkamp@friedensband.de

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Unterschriftenaktion: Medizinische Versorgung

Wir schätzen, dass in Deutschland mehr als 20.000 Frauen leben, die von weiblicher Genitalbeschneidung betroffen sind. Beschneidung führt bei vielen Frauen zu starken Menstruationsbeschwerden, aber auch zu chronischen Infektionen der Harnorgane oder der Gebärmutter. Sie kann sogar zu Unfruchtbarkeit und Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt führen. Sie erhöht das Risiko der Mütter- und Kindersterblichkeit. Viele Frauen haben Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und sind eingeschränkt in ihrer Sexualität und ihrem Lustempfinden. Durch eine intensive medizinische Versorgung können wir ihnen helfen! Sie haben ein Recht darauf!
unterschriftenaktion.pdf

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Hagen - eine erfolgreiche Veranstaltung

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Das Kino war Babylon in Hagen war überbelegt. Ein hochinteressiertes Publikum sah den Film und diskutierte anschließend mit Irmingard Schewe-Gerigk, Vorsitzende von Terre des Femmes e.V., Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V. und Dr. med. Christoph Zerm, Gynäkologe und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft FIDE der DGGG. Finanziert wurde die Veranstaltung durch FRIEDENSBAND.

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Rundbrief 01-2010

Lange Zeit war unsicher, wie es mit den „Runden Tischen gegen Beschneidung von Mädchen“ in Nordrhein-Westfalen weitergeht. Für die Koordination des erfolgreichen Modellprojekts fehlte die Finanzierung. Schließlich hat Aktion Weißes Friedensband dafür einen Antrag an das Förderprogramm „Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit“ des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt. Ende März erhielten wir die positive Nachricht: Unser Antrag wurde bewilligt! Dadurch können wir das Projekt in diesem Jahr fortsetzen und auch wieder den Rundbrief herausgeben, der viermal im Jahr erscheint. In der aktuellen Ausgabe fassen wir die Ergebnisse des ersten Halbjahres zusammen. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Land Nordrhein-Westfalen für die Förderung und bei allen, die den Projektantrag unterstützt haben!

rundbrief_01-2010.pdf

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Wüstenblume - Film und Gespräch in Hagen

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Das Kino Babylon im Kulturzentrum Pelmke (Pelmkestr.14, 58089 Hagen - www.pelmke.de) zeigt in Zusammenarbeit mit „Terre de Femmes“ und “Aktion Weißes Friedensband e.V.“ am Donnerstag, den 27.5.2010, ab 20 Uhr, den Kinoerfolg „Wüstenblume“ aus dem Jahr 2009. Das Drama thematisiert das grausame Ritual der Genitalbeschneidung und basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman und Weltbestseller von Waris Dirie. Der Eintritt ist kostenlos.

Weibliche Genitalbeschneidung - Ein Thema für Hagen?“ Mit dieser Frage befasst sich im Anschluss an den Film eine Gesprächsrunde mit Irmingard Schewe-Gerigk, Vorsitzende von Terre des Femmes e.V., Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V. und Dr. med. Christoph Zerm, Gynäkologe und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft FIDE der DGGG. Unterstützt wird der Abend von der Zuwanderungsberatung des Diakonischen Werkes Ennepe-Ruhr/Hagen. Weltweit leben mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Jedes Jahr werden erneut etwa drei Millionen Mädchen Opfer dieser Praktik: das sind 8.000 jeden Tag. Und die Verstümmelungen finden auch in Deutschland statt: Mädchen werden hierzulande zu diesem Zweck zu ÄrztInnen oder in ihr Heimatland gebracht und betroffene Frauen leben unter uns.

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Bundestag: Weibliche Genitalverstümmelung ahnden

hib - heute im bundestag Nr. 100
Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen

Do, 1. April 2010 Redaktionsschluss: 11:00 Uhr

2.   Weibliche Genitalverstümmelung ahnden
Recht/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/BOB/HLE) Die Verstümmelung der äußeren Genitalien einer Frau durch Beschneidung oder in anderer Weise soll mit Gefängnis nicht unter zwei Jahren bestraft werden. In minder schweren Fällen soll das Gericht Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren verhängen. Der Bundesrat hat einen entsprechenden Gesetzentwurf (17/1217) beim Parlament eingebracht. Es sei geplant, die Tat als schwerwiegenden Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Opfers einzustufen, heißt es in der Vorlage. Damit würde ”ein eindeutiges Signal gesetzt, dass der Staat solche Menschenrechtsverletzungen keinesfalls toleriert, sondern energisch bekämpft“, heißt in der Initiative der Länderkammer weiter. Auslandstaten würden in die Strafbarkeit einbezogen, wenn das Opfer zur Zeit der Tat seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland habe. In der Begründung heißt es, von der Verstümmelung weiblicher Genitalien seien überwiegend Frauen in Afrika betroffen, aber auch Frauen in Asien und Lateinamerika. In Deutschland seien nach Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen zirka 20.000 Frauen von Genitalverstümmelung betroffen.
Die Strafverfolgung komme vielfach erst durch eine Strafanzeige des Opfers in Gang. Da regelmäßig Mitglieder der Familie des Opfers für die Tat mit verantwortlich seien, könnten sich die minderjährigen Opfer in vielen Fällen erst im Erwachsenenalter zu einer Strafanzeige entschließen, wenn sie sich aus der Familie gelöst hätten. Um das Strafrecht voll zur Geltung kommen zu lassen, sei es nötig, dafür Sorge zu tragen, dass die Taten dann noch nicht verjährt seien. Aus diesem Grund sei das Ruhen der Verjährung notwendig, bis das Opfer das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Die Bundesregierung teilt die Einschätzung, dass es sich bei der Verstümmelung weiblicher Genitalien um eine schwerwiegende Grund- und Menschenrechtsverletzung handelt. Die Beratungen innerhalb der Regierung seien aber noch nicht abgeschlossen. ”Vor diesem Hintergrund sieht die Bundesregierung von einer detaillierten Bewertung an dieser Stelle ab und wird die weiteren parlamentarischen Erörterungen konstruktiv begleiten“, heißt es abschließend.